Es gibt drei Wege, mit depressiven Stimmungen, Lustlosigkeit, negative Gedanken, Niedergeschlagenheit oder Verstimmtheiten, jeder kennt sie, umzugehen.

Versuche es einmal mit diesen drei WEGEN:

  • Ausdrücken und Agieren
  • Stoppen und
  • Transformation

Ausdrücken und Agieren

Die tiefenpsychologische Ansicht geht davon aus, dass Aggressionen und auch Ängste erkannt, „gelebt“ und zum Ausdruck gebracht werden müssen und so können diese gelöst, erkannt und damit abreagiert werden.

Du kannst in Bildern, Texten, in Musik und Gedichten, auch im Dialog mit dir selbst solche Ausdrucksformen finden. In der therapeutischen Arbeit mit Kindern, in der Spieltherapie lernen wir eine Anzahl solcher Beispiele kennen: Sandburgen bauen, Höhlen erkunden, Kneten, lustige Monster oder kauzige Biester erfinden. Die Märchen sind voll von solchen Bemühungen, den verschiedenen Ängsten, Stimmungen und auch Aggressionen Ausdruck zu schaffen um sie im Kontext des Erzählens auch zu bewältigen.

Du kannst Gefühle auch im körperlichen Ausdruck erfahren, zum Beispiel im Tanz oder in szenischen Darstellungen. Die Dramaturgie lässt Dir alle Freiheiten.

Du bist dabei Akteur, Zuschauer, Publikum und vor allem Regisseur.

Theater und Schauspiel hat immer schon die Funktion erfüllt, Gefühlen Ausdruck zu geben -und mit dem nötigen Abstand eine therapeutische Wirkung zu spüren.

Stoppen

Lehrbücher der kognitiven Psychologischen Therapie sind voll von Anleitungen zum „Gedanken Stopp“ und dem Training, sich von negativen Impulsen, Gedanken und Vorstellungen zu trennen.

Allerdings zeigt die praktische Erfahrung, dass das nur bei Einigen sinnvoll eingesetzt werden kann und sich Gedanken nicht so leicht fesseln, stoppen und abwürgen lassen.

Die neurologischen Vernetzungen im Gehirn sind durch Interventionen des Willens und der Anstrengungen nicht so leicht zu überwinden.

Aber versuchen soll man es dennoch: STOPP verbal zum Ausdruck bringen, mit Hilfe von Symbolen, Merksätzen und Attributen kann man immer auch diesen Stopp unterstützend einsetzen.

Du kannst auch vertraute Menschen deiner Umgebung bitten, dass sie Dein „Hilfs-Ich“ werden und Dir helfen, Stopps zu realisieren – wie ein „Mann im Ohr“ können sie Dir von außen helfen, Deine inneren Abläufe zu verändern.

Behandler, Trainer, Coaches und Berater sind solche Hilfs-Ichs.

Transformation

Diese Übungseinheit darf bei keinem Versuch zur Bewältigung von depressiven Prozessen fehlen.

-Erinnerungstransformation: Wie bin ich früher mit solchen Erlebnissen umgegangen und was hat mir dabei geholfen?

-Zukunftstransformation: Wie stelle ich mir das Leben ohne depressive Stimmungen vor?

-Konstruktionaufbau: Welche Gedanken und Glaubenssätze, Grundüberzeugungen fehlen mir im Moment und wo kenne ich solche schon und wo sind solche zu finden?

-Leidensmanagement: Ertragen und auch Leiden hat auch eine heilende, lösende und erlösende Funktion. Wer das Leiden lernt auszuhalten ist am Anfang der Heilung, Erleichterung und man kann auch sagen: ERLÖSUNG

Nimm dich selbst ernst und wichtig, auch in depressiven Verstimmungen, in der Lustlosigkeit, im Unbehagen und im Gedankentief. Beginne einen freundlichen Dialog mit deinen Stimmungen. Sie sind oft Erinnerungen aus deinem Kind-Ich, die dich auffordern wollen zum Trost, zur Ermunterung, – um zu neuen Überzeugungen zu gelangen und dir verhelfen wollen zu ganz neuen Einstellungen, Überzeugungen und Gewohnheiten zu kommen.

Du kannst es lernen, auszuhalten, es wird dir behilflich sein, zu überleben, Erfahrungen zu entwickeln, die künftig als Bereicherung wirken, Bewusstsein bilden und zu Zufriedenheit führen werden.

Am Ende wirst Du einen „Notfallkoffer“ entwickelt haben, der dir vorsorglich und begleitend helfen wird: Da sind von allem Genannten die wirkungsvollsten enthalten:

STOPPS, „Warnschilder“, Wahrnehmungen, Beobachtungen, Rituale, Verhaltensvorschläge, Grundüberzeugungen und Erfahrungen.

Das wird dir helfen, gewiss!

 

 

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