Was heißt für Dich Selbstannahme?

Kannst du Dich annehmen, auch mit deinem Körper, so wie er jetzt ist, deinen Konflikten, deinem Schmerz, deinen Ängsten und deinen unerfüllten Wünschen?

Wenn ja, ist das eine gute Basis für ein starkes Selbstwertgefühl.

Wenn nicht, helfen wir dir gerne dabei.

Was bedeutet Selbstannahme?

Wer sich nicht selbst annimmt, kann kein gutes Selbstwertgefühl haben. Negativ ausgedrückt, ist Selbstannahme die Weigerung, in einem feindschaftlichen Verhältnis zu sich selbst zu stehen. Sich selbst vollständig zu akzeptieren, heißt allerdings nicht, dass man alles an sich gutheißen muss oder dass durch Selbstannahme keine Veränderung mehr möglich sei. Die Annahme dessen was ist, ist vielmehr die Voraussetzung für Veränderungen.

Nach Nathaniel Branden hat die Selbstannahme drei Bedeutungsebenen:

 

1.   Den eigenen Wert schätzen und sich seinem Selbst verpflichtet fühlen.

Dieser erste Akt der Selbstbejahung ist die Grundlage, auf der sich ein gutes Selbstwertgefühl entwickeln kann. Zu dieser Einstellung gehört die Erklärung: „Ich beschließe, mich selbst wertzuschätzen, mich selbst mit Respekt zu behandeln und für mein Existenzrecht einzutreten.“ Dies ist die Stimme der Lebenskraft und eines gesunden, natürlichen Egoismus.

 

2.  Die Realität der eigenen Erfahrung zu akzeptieren und die eigenen Gefühle wahrzunehmen.

Also die Bereitschaft zeigen, die eigenen Emotionen und Verhaltensweisen als eigenen Ausdruck wahrzunehmen, selbst wenn man sie nicht gutheißen kann. Denn sich auf die Erfahrung der eigenen Gefühle einzulassen, hat eine direkte heilende Kraft. Durch Leugnung und Selbstbetrug dagegen schwächt man sich selbst.

 

3.  Mitgefühl, sich selbst gegenüber.

Scham, Selbstvorwürfe und Bedauern kennt jeder. Es geht bei diesem Schritt nicht um Ausflüchte oder darum, etwas zu leugnen oder zu rationalisieren, sondern sich mit den Hintergründen zu befassen, die zu dem Gesagten und Getanen führten. Man kann etwas, das man getan hat, verurteilen und dennoch aus einem mitfühlenden Interesse heraus die Motive hinterfragen, die einen dazu veranlasst hatten. Es geht hier um ein wohlwollendes, freundschaftliches Verhalten sich selbst gegenüber.

Übung

Stell Dich vor einen Spiegel und nimm einfach wahr was zu fühlst, wenn du dein Spiegelbild ansiehst. Achte dabei nicht auf Kleidung, Frisur etc., sondern auf deine Empfindungen beim Betrachten. Mach Dir Komplimente und sollte sich deine Aufmerksamkeit auf angebliche Fehler oder Unzulänglichkeiten richten, kommentiere diese mit „es ist, wie es ist und ich liebe mich trotzdem!“ (oder etwas Ähnlichem, das dir mehr entspricht).

 

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Verwendete Literatur:

Nathaniel Brande, „die sechs Säulen des Selbstwertgefühls, Erfolgreich und zufrieden durch ein starkes Selbst“, 11. Auflage Sept. 2019, Piper Verlag München

 

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