Manchmal hilft das Mittel der Übertreibung.

Stelle dir einen Konflikt der letzten Tage vor.
Du und dein Konfliktgegner treten auf einer Bühne mit Zuschauern auf.
Im Hintergrund ein Regisseur, der gibt vor: Themen, Dialoge, Ausstattung, Verhalten, Anfang und Ende einer Szene.
In der Regieanweisung wird auch der Ablauf festgelegt: wird daraus eine Komödie, eine Tragödie, eine Lustspiel oder einfach nur eine Unterhaltung oder sogar die Lösung eines Problems, eine neue ERKENNTNIs, oder ERFAHRUNG, LÄUTERUNG, FORTSCHRITT oder WEISHEIT).
(In der griechischen Theater, wo deren Ursprung liegt, geht es immer nur um Schuldzuweisung, Rechthabern, Vergeltung. Dann aber auch um Reue, Versöhnung Vergebung , und die Grundüberzeugung, dass die Götter oft nicht sehr vorteilhaft mitwirken und selbst oft auch mit eigenen Absichten verstrickt sind….HILF DIR SELBST, dann hilft dir GOTT).

1. Leitende Grundüberzeugungen
Auch in den alltäglichen Konflikten ist es sinnvoll zu hinterfragen: welche Glaubenssätzen, Werthaltungen, Erfahrungen und eigene Regieanweisungen steuern meine Konflikte. Wenn du etwa meinst, die Welt ist schlecht und alle sind gegen dich, dann wird eine Streit anders ablaufen und der Konflikt wahrscheinlich nicht gut enden, als wenn du von einem freundlich gestimmten Weltverständnis dich leiten lässt.

2. Rolle
Du bestimmt schon zu Beginn eines Konfliktes, ob du bereit bist, schuldorientiert (wer hat die Schuld?) oder lösungsorientiert (wo ist die Lösung?) deine Rolle zu spielen. So wirst Du den Dialog und den Prozess begleiten, befördern und am Ende auch entzerren können.

3. Schöpferische Pause
Wie beim Theater werden Pausen eingelegt, zur Entspannung sowohl der Zuhörer als auch der Darsteller. Szenen können neu aufgebaut werden und eine neue Situation kann entstehen.
Es hilft schon bei einem hitzigen oder heftigen Konflikt, wenn mal eine Pause vereinbart wird. Es kann Abstand hilfreich eingesetzt werden, Resilienz kann aufgerufen werden und neue Ideen sich entfalten.

4. Ende gut alles Gut.
Du bestimmst mit deinen ethischen Grundüberzeugungen, den Tugenden an die du glaubst und einer humanistischen und menschenfreundlichen Grundhaltung, ob Konflikte lösbar sind und zu einer guten Entwicklung führen und leistest einen sehr bedeutsamen Beitrag zur allgemeinen Friedenssicherung.

5. Aufgabe:
Ohne Humor geht es nicht: schau nochmals auf die vergangenen Konflikte und finde selbst heraus, ob man daraus nicht eine humorvolle Unterhaltung gestalten könne – sogar ein witziges und humorvolles Lustspiel.
Nehmen wir uns im Konflikt nicht oft zu wichtig? Die Zuschauer werden das gerne mit Applaus quittieren auch die eigenen inneren Betrachter ebenso.
Humor und Situationskomik, Abstand und Resilienz sind gefragt.
Lass dir demnächst was ganz Neues einfallen…..