Wer kennt nicht das Gefühl: Ärger, Frust und Wut…

Erstmals handelt sich dabei um einen DENK Fehler, der auf falsche Annahmen (Prämissen) beruht:

-Die Welt sei vollkommen, geordnet und immer gut gemeint und gut gestimmt.

-Ich bin immer souverän und bestimme, was ist.

-Die Umwelt muss eher für mich da sein, sie schuldet mir Rücksicht und Beachtung.

 

Was wir nicht verhindern können:

-wenn wir mit dem „falschen“ Bein aufstehen,

-schlecht geschlafen haben,

-und tristes Wetter uns empfängt,

-wenn der Tag voller Aufgaben oder Probleme vor uns liegt.

-wenn unsere ersten „Begegnungen“ am Morgen schieflaufen und

-dann uns im Bus, im Straßenverkehr und den unterschiedlichen Begegnungen, sowie beim Einkauf

oder eben sonst wo sehr frustrierende Erlebnisse auf uns warten.

-und dann der Lärm vom Nachbarn, im Haus, die Baustelle in der Nachbarschaft, der Fluglärm über uns und dergleichen.

– und die tägliche Bestätigung: dass die Verantwortlichen im Büro, in der Politik und in der Öffentlichkeit auch nur menschlich reagieren können und viel Inkompetenz, Unvermögen und zweideutige Motive überall grassieren.

ERSTE Aufgabe: ÄRGERPROKOLL

Schreib auf, mach ein Ärger-Tagebuch, bewerte und sammle deine vorwiegenden Ärger-Erfahrungen. Denn die Beobachtung, schafft erstmals Übersicht, Distanz und hilft Widerstandsfähigkeit (d.h. Resilienz).

ZWEITE Aufgabe: ÜBUNGEN

-wie kannst du dir und dann auch der Umwelt ein Lächeln schenken, es kostet nichts und wirkt erstaunlich.

-Durchatmen. Ein Ereignis, Ein Gedanke, eine Begegnung, eine Vorstellung kann erstmals schon  ein Aktivierungssyndrom auslösen, der Blutdruck steigt, die Atmung wird heftiger und Anspannung der Muskel nimmt zu, die Gelenkigkeit des gesamten Körpers nimmt ab.

Es hilft die alte Regel: Zähl erstmals bis drei….So kann das vegetative Systeme vom Stressmodus in den Entspannungszustand befördert werden.

Es gibt auch weitere Hilfen: Mit dem Mittelfinger die Nasenwurzel anstupsen, die Ohrläppchen massieren, Lächeln vor dem Spiegel udgl.

DRITTE Aufgabe: Lerne die INSTRUKTION.

  • Souveräne Analyse

Wenn Du DICH ärgerst, dann schädigst du allein dich selbst, raus aus der Spirale der Selbstschädigung. Gib der Umwelt oder den Umständen nicht die Erlaubnis dich zu ärgern! Die psychologische Methode ist das sehr wertvoll: Wer mich ärgern will, der hat selbst ein Problem und ich entscheide immer noch, wer oder was mich ärgert.

  • Weg vom Vollkommenheitswahn.
  • Nichts in der Welt ist vollkommen.
  • Rechne mit menschlichen Fehlern und Unannehmlichkeiten.
  • Nimm es mit Humor. Sich selbst oder die Welt auf die Schippe nehmen! So gar „Galgenhumor“ ist hilfreich und oft nötig.

ZEIT:  Lerne, dass alles seine Zeit braucht.

GEDULD: Ungeduld stellt sich von selbst ein, Geduld muss hart erarbeitet und geübt werden.

SCHWEIGEN: Reden ist Silber, Schweigen aber Gold. Askese (Einschränkung, Entsagung, Beherrschung und Entbehrung) ist die seit den Anfängen menschlicher Erziehung die erste Übung, um seinen eigen Wert zu spüren, die Ausrichtung auf, was wirklich wichtig ist, zu spüren, zu erfahren und im körperlichen Ausdruck zu spiegeln. Verlangsamung und Vereinfachung sind so die notwendigen Voraussetzungen, um mit Ärger besser und eben freundlicher umzugehen.

Und wenn alles nicht so gleich klappen will: wir sind gerne für Sie da!