„Du kannst nicht glücklich werden, du kannst nur glücklich sein“ (Dalai-Lama)

Ich liebe dieses Zitat vom Dalai-Lama. Es erinnert mich immer wieder daran, dass ich mein Glück und meine Lebensfreude nicht auf später verschieben kann. Manchmal neige ich dazu, meine Lebenszufriedenheit vom Eintritt bestimmter Ereignisse abhängig zu machen und vergesse, dass Glück nur im gegenwärtigen Moment erfahren werden kann.

Welche Widerstände gibt es hierzu?

Negative Emotionen – Wut, Angst, Kummer etc.

Negative Bewertungen – Urteile, wie „das darf so nicht sein“, „das muss anders sein“, „ das habe ich nicht verdient“, „das lief schlecht“, „dieser Mensch ist eine Zumutung“ etc.

Negative innere Haltung – pessimistisch, vom schlimmsten ausgehend, das Gute nicht für Möglich haltend, Zynismus, eine deprimierende Lebenseinstellung

Was kann verändert werden?

Love it, Leave it, Chance it

Jeder hat mal einen schlechten Tag, teilweise auch schlechte Lebensphasen. Und das darf auch in der positiven Psychologie so sein. Die negativen Emotionen werden im Verlauf des Aufblühens („Flourishing“) nicht weniger, aber sie haben eine immer kürzere Verweildauer.

Es gibt einige gute Methoden, den Fokus mehr auf das Positive zu legen. Dazu gehören unter anderem:

  • Positiver Tagesrückblick
  • Dankbarkeitstagebuch
  • Genussmomente ganz bewusst wahrnehmen
  • Die Gesellschaft positiver Menschen suchen
  • Redekreise, in denen nur über positive Themen gesprochen wird
  • Mehr Zeit für Entspannung
  • Erholung in der Natur suchen
  • Vorfreude kultivieren

Ein zufriedenes und geglücktes Leben bedeutet, dass häufig positive Emotionen lebendig sind und das eigene Leben kognitiv positiv und erfüllend bewertet wird.

Natürlich hängt es auch von äußeren Umständen und unserer körperlichen Verfassung (bzw. Genetik) ab.

Nach Sonja Lyubomirsky sind diese drei Faktoren für das Glücklichsein jedoch prozentual folgendermaßen aufgeteilt:

  • Genetik 50 %
  • Handeln und Denken 40%
  • Äußere Umstände 10 %

Das bedeutet also, dass das eigene Handeln und Denken ausschlaggebender für unser Glück sind, als die äußeren Umstände. Indem wir unser Denken und Handeln ändern, können sich auch äußere Umstände verbessern. Zumindest jedoch verbessert sich unsere Einstellung und unser Glücksempfinden.

Erster Schritt hierfür ist sich die eigenen Denkmuster bewusst zu machen. Hierfür ist auch ein Coaching Gespräch sinnvoll.

Unterschieden werden seit der Antike zwei Formen von Glück:

das Wohlfühlglück und das Werteglück.

Unter Wohlfühlglück versteht man das „angenehme Leben“ (Hedonistisches Glück)

  • Momente, die als angenehme und wohltuend erlebt werden
  • Tätigkeiten ausüben, die uns gefallen

Unter Werteglück versteht man eher das „erfüllte Leben“ (Eudaimonisches Glück)

  • Die persönlichen Werte und Ziele verfolgen (z.B. Gesundheit, Erfolg, Nähe, Sinn, Selbstannahme, Selbstbestimmtheit, persönliches Wachstum, Selbstwirksamkeit etc.)

Hierbei gibt also zwei unterschiedliche Motivationsformen und Ziele. Beim Wohlfühlglück geht es eher um spezifische Ereignisse. Beim Werteglück geht es um Inhalte und Prozesse.

Nach Ed Diener ist die Verbindung dieser beider Aspekte maßgeblich. Es geht darum, das eigene Potential zu erkennen, zu nutzen und zu realisieren.

Selbstreflexion

  1. Welche Aktivitäten, Dinge, Ereignisse etc. sind in Ihrem Leben Quellen für Wohlfühlglück?
  2. Welche für Werteglück?
  3. Schreiben Sie jeweils 5 bis 10 Punkte auf und vergleichen Sie die beiden Listen. Welche Begriffe erscheinen in beiden Spalten?

Vergleichen Sie Ihre Glücksquellen nachfolgenden Aspekten:

  • Wie lange hält das Glücksgefühl an?
  • Welche Zeitperspektive ist damit vorrangig verbunden? Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft?
  • Wo erleben Sie das Glück für sich allein, wo in Verbindung mit anderen Menschen?

Schließlich: Welche Erkenntnisse haben Ihnen diese Reflexion gebracht? Welche Veränderungen möchten Sie in ihrem Leben anstoßen?

 

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